Trainingsgrundlagen – Worauf es wirklich ankommt

Fitnesstraining boomt. Laut Statistiken waren 2014 bereits über neun Millionen Deutsche in einem Fitnessstudio angemeldet. Tendenz steigend. Die meisten der Mitglieder absolvieren zwischen ein- und dreimal pro Woche ein Training. Vornehmlich zum neuen Jahr und vor den Sommermonaten steigt die Zahl der Studiogänger signifikant.

Den meisten geht es beim Training darum, ihre guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Dazu zählen zum Beispiel „in Form zu kommen“ und „am Strand einen möglichst trainierten Körper präsentieren zu können“.

Zur Auswahl steht eine Vielzahl an Trainingsformen. Zum Beispiel Krafttraining, Ausdauertraining in Form von Laufen, Radfahren, Walken, Schwimmen, Cross-Fit, verschiedenste Kurse der rhythmischen Sportgymnastik à la Zumba und viele weitere.

Fitness ist mehr und mehr in der breiten Masse angekommen. Der neueste Trend sind Fitnessprogramme wie „I make you sexy“ oder „mach dich krass“. Viele möchten auf dem Fitness-Markt mitverdienen.

Mir kommt es so vor, als ob viele Menschen die Trainingsgrundlagen, auf die es wirklich ankommt, durch die zahlreichen Angebote und Trends aus den Augen verloren haben.

 

Trainingsgrundlagen – Back to the basics!

Im Folgenden werde ich Dir die Trainingsgrundlagen wieder näher bringen. Diese Grundlagen beziehen sich keineswegs nur auf reines Krafttraining oder Ausdauertraining. Für mich persönlich ist Fitness etwas Ganzheitliches. Fitness setzt sich aus den Bereichen

  • Kraft,

  • Ausdauer,

  • Beweglichkeit,

  • Koordination,

  • Gesundheit und

  • Ernährung

zusammen. Für alle diese Bereiche gelten die im Folgenden beschriebenen Grundsätze.

 

SMARTe Ziele setzen

Zu diesem Faktor haben wir in unserem Blog bereits viel geschrieben. Wie wichtig es ist, dass Du Dir SMARTe Ziele setzt, hast Du hoffentlich bereits in dem Artikel Ziele setzen und Ziele formulieren gelesen.

Wichtig ist, dass Du Dir ein realistisches Ziel setzt. Gerade die Fitnessindustrie und die sozialen Medien zeigen Dir tagtäglich ein verzerrtes und übertriebenes Bild von Fitness.

In Klienten-Gesprächen höre ich häufig: „Ich möchte gerne so einen Körper haben wie xy.“ Wenn ich dann nachfrage, warum dies gewünscht wird, bekomme ich Antworten wie: „Der hat einfach einen super trainierten Körper“ oder „Ich möchte auch so einen Sixpack“.

Dies ist allerdings nur die oberflächliche Begründung. Die tieferliegenden Gründe sind viel persönlicher: Das eigene Selbstwertgefühl aufbessern, besser beim anderen Geschlecht ankommen oder generell der Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Setz Dich genau mit Dir und Deinen Zielen auseinander! Warum willst Du wirklich trainieren und fit werden? Und wie sehr willst Du es? Wenn Dir das klar ist, wirst Du viel motivierter sein und zum Beispiel Dein Vorhaben „Wunschkörper“ nicht so schnell wieder verwerfen.

 

Spaß und Motivation

Vielleicht hast Du selbst bereits einmal eine oder mehrere dieser Aussagen getätigt:

  • „Joggen macht mir keinen Spaß.“

  • „Ich gehe nicht gerne ins Fitnessstudio, das ist mir zu langweilig.“

  • „Ich habe gerade acht Stunden gearbeitet. Jetzt schaffe ich es nicht, auch noch zum Training zu gehen.“

  • „Ich bin zu müde/kaputt und muss morgen früh aufstehen.“

Spaß und Motivation bilden eine weitere Grundlage dafür, dass Du langfristig erfolgreich bist.



Dir macht Joggen keinen Spaß? Dann versuch es doch mit Radfahren oder Schwimmen! Dir ist reines Krafttraining an Geräten zu langweilig? Dann versuche Dich an funktionellem Training mit Deinem eigenen Körpergewicht! Trainiere draußen statt drinnen! Suche Dir einen Trainingspartner! Motiviert euch gegenseitig, fordert euch heraus, unterstützt euch!

Mein Appell an Dich:

Denke nicht nur schwarz oder weiß. Damit meine ich, dass Du DEN Sport machen sollst, an dem DU Spaß hast. Es sollte Dir leicht fallen, Dich aufzuraffen und auch mal nach der Arbeit nochmal Gas zu geben.

Ohne Motivation und Spaß wirst Du niemals langfristig Trainingserfolge erzielen und beibehalten können. Wenn Du Deinen Schweinehund nur oft genug überwindest, dann wirst Du merken, dass er ganz verschwinden wird und das Training für Dich ganz selbstverständlich zu Deinem alltäglichen Leben dazugehört.

 

Durchhaltevermögen

Gerade der Fitnessweg ist lang und steinig. Die gestählten Körper in der Werbung und im Internet sind nicht über Nacht entstanden. Diese Personen haben jahrelang, manche sogar jahrzehntelang, an sich gearbeitet, ihre Ziele verfolgt und durchgehalten. Training für Training. Trotz Müdigkeit. Trotz stressigem Job. Trotz Familie. Trotz anderer Verpflichtungen.

Du hast 24 Stunden pro Tag und damit 168 Stunden in der Woche zur Verfügung. Du denkst, dass das für ein regelmäßiges Training nicht ausreichend ist? Ich beweise Dir das Gegenteil:

Wochenüberblick Trainingsgrundlagen

Dabei ist mein kleines Beispiel auch noch großzügig berechnet. Es liegt definitiv nicht daran, dass Du keine Zeit fürs Trainieren hast! Die Zeit ist da, aber Du nutzt diese nicht Deinen Zielen entsprechend!

Wenn Du tatsächlich zu Hause nach der Arbeit keine Motivation mehr findest, nochmal für Sport das Haus zu verlassen, so rate ich Dir: Such Dir ein Fitnessstudio mit langen Öffnungszeiten in Deiner Nähe; nimm Deine Trainingssachen bereits gepackt mit zur Arbeit und fahre direkt im Anschluss zum Training.

So umgehst Du das Motivationsloch und kommst gar nicht erst in Versuchung, auf Deiner Couch zu versinken. Und durch die gesparten Wege verbesserst Du oben drein noch Dein Zeitmanagement. Hier findest Du weitere Tipps, um Deine Willenskraft zu stärken.

 

Trainingsgrundlagen – Trainiere intensiv und clever

Erst gestern habe ich wieder eine Person im Fitnessstudio gesehen, die in den Satz-Pausen immer wieder gemütlich Zeitung gelesen hat und so der gesamte Studio-Aufenthalt mehr Entspannen und Lesen als Trainieren war. Worauf ich hinaus möchte?

Wenn Du beim Training bist, dann voll und ganz mit Körper und Geist! In dieser Stunde sollten Deine Gedanken nicht bei Deinem stressigen Job oder zu Hause sein. Du sollst Dich konzentrieren! Auf die Übung, die Ausführung und vor allem darauf, dass Du intensiv trainierst. Schalte Dein Handy auf lautlos, oder nimm es am besten erst gar nicht mit auf die Trainingsfläche! Zur Motivation kannst Du Musik hören, die Dich antreibt, auf weitere Ablenkung solltest Du jedoch verzichten. Geh an Deine Grenzen und werde besser!

Dabei ist es hilfreich, wenn Du einen Trainingspartner hast. Dadurch behandelst Du das Training wie einen Businesstermin. Es gibt kein Absagen, keine Ausreden. Und selbst wenn Du alleine trainierst, kannst Du andere Trainierende zur Hilfe bitten, oder einen Trainer fragen, ob Deine Ausführung der Übung richtig ist.

Lass Dir helfen! Du wirst schnellere Fortschritte machen, wenn Du von der Erfahrung anderer profitieren kannst, z. B. was Technik, Motivation, Art des Trainings etc. angeht.

Dennoch bist Du allein für Deinen Erfolg verantwortlich. Du musst Dich selbst aufraffen, regelmäßig trainieren zu gehen. Ein Personaltrainer kann Dich dabei natürlich mit seiner Expertise unterstützen. Dich motivieren und gezielt, aber trotzdem sicher, an Deine Grenzen bringen, um Dein optimales Potential auszuschöpfen.

Solltest Du Fragen zu den Trainingsgrundlagen haben, kannst Du gerne in die Kommentare schreiben. Benötigst Du professionelle Unterstützung bei Deinem Training, so könnte ein Personal Training das Richtige für Dich sein.

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Lukas Unterkötter Profilbild
Veröffentlicht von Lukas Unterkoetter am
Coach bei Quality - Lifestyle Development Consultants

Lukas Unterkötter ist Diplom Sportwissenschaftler und mehrfach zertifizierter Ernährungsberater und Personaltrainer. Neben seiner Arbeit als Food & Fitness Coach ist er zudem Studienrat für Sport und Mathematik. Seine Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Coaching, Ernährungsberatung, Gewichtsmanagement, Sporternährung und Personaltraining.

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