Beziehungsprobleme? - Richtig streiten lernen durch diese Tipps


Beziehungsprobleme? – Richtig streiten lernen durch diese Tipps

Streit in der Beziehung wirst Du nicht immer vermeiden können. Egal wie viel Mühe Du Dir gibst und wie konstruktiv Du kommunizierst. Früher oder später treffen Interessen aufeinander – und es knallt.

Wie Du richtig streiten kannst, ohne dass es zu unnötigen seelischen und körperlichen Verletzungen kommt, erfährst Du hier.

 

Warum sollte ich mich überhaupt richtig streiten?

Menschen sind verschieden und haben verschiedene Interessen, Wünsche und Bedürfnisse. Es immer allen gleichzeitig recht machen zu wollen, ist Wunschdenken. Früher oder später kommt es zu Konflikten in Beziehungen.

Wer Konfliktratgeber mit dem Ziel kauft, Streit aus dem Weg zu gehen, versteckt hinter seinem vorgeschobenen Harmoniebedürfnis oft nur Angst vor einem Konflikt. Kleinere Streits und Konflikte sind wichtige Bestandteile einer funktionierenden Partnerschaft. Daher solltest Du diese nicht gänzlich vermeiden, sondern einfach nur richtig führen!

Selbst ich als Coach und Kommunikationstrainer bin von Konflikten in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht befreit. Dies führt oft zu Verwunderung in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Als würde beispielsweise ein Arzt davor geschützt sein, jemals krank zu werden 😀

Jedoch reicht theoretischen Wissen alleine natürlich nicht aus. Erst durch Selbstreflexion und Übung lassen sich eingefahrene Verhaltensmuster verändern.

Und der „Faktor Mensch“ ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. In jedem Menschen stecken Tendenzen zu Aggression und Impulsivität. Und das ist auch gut so, denn diese haben einen Nutzen! Daher sollen sie auch gar nicht unterdrückt werden! Der richtige Umgang mit derartigen Affekten ist entscheidend.

 

Der Nutzen eines Streits

Konflikte lassen sich also nicht vollständig vermeiden. Und sollen auch nicht gänzlich vermieden werden!

Denn eine gesunde und konstruktive Streitkultur gehört zum Aufbau nachhaltiger Beziehungen dazu. Unzufriedenheit wird kundgetan, Meinungsverschiedenheiten werden ausgetragen, Interessen geklärt und auch Gefühle mitgeteilt. Man lernt seine eigenen Wünsche und die des Partners besser kennen.

Eine immer rosige Beziehung ist eine naive Wunschvorstellung und hat mit der Realität nichts zu tun.

Einem Streit ständig aus dem Weg zu gehen zeugt auch nicht gerade von aufrichtigem Interesse. Auf Deinen Partner kann das wirken, als interessierst Du Dich gar nicht für ihn und seine Bedürfnisse.

Es gibt Situationen, in welchen ein Rückzug sinnvoll ist (dazu gleich mehr). Jedoch ist Konfliktvermeidung keine besonders nachhaltige Strategie für einen bestehenden Konflikt. Die Meinungsverschiedenheit besteht ja bereits – egal ob Du Dich dieser stellst und sie somit aus dem Weg räumst, oder nicht.

 

Macht das Ansprechen von Problemen diese größer?

Oft höre ich von meinen Klienten, dass sie kritische Themen lieber nicht ansprechen, weil sie Angst haben, dass die Probleme dadurch größer werden.

Diese Haltung ist vergleichbar mit dem folgenden Bild: Stell Dir vor, Dein Wagen macht ungewöhnliche Geräusche. Anstatt diesen nachzugehen, ignorierst Du sie lieber. Dann brauchst Du Dich aber auch nicht wundern, wenn Dein Wagen „plötzlich“ liegen bleibt. Wärst Du früher damit in die Werkstatt gefahren, hättest Du Dir viel Ärger und Kosten erspart.

Genauso verhält es sich mit Meinungsverschiedenheiten und Interessenskonflikten. Diese belasten ja bereits die Beziehung. Und von alleine verschwinden diese selten.

Probleme anzusprechen macht diese nicht größer. Genau das Gegenteil ist der Fall. Erst durch Aussprache und Klärung können Beziehungsprobleme gelöst werden.

Gibt es also Themen, die zu Missstimmung in Deinen zwischenmenschlichen Beziehungen führen, so rate ich Dir, rechtzeitig den Mut für eine Konfrontation aufzubringen (jedoch erst, nachdem Du diesen Artikel vollständig gelesen hast 😉 )!

 

Das konstruktive Streitgespräch

Bei einem Streit sind im Normalfall von beiden Seiten Emotionen im Spiel. Dies ist auch der Grund, warum ein Streitgespräch oft nicht kontrolliert abläuft, sondern irrationale Verläufe annimmt.

Die meisten Menschen haben daher ein eher negatives Bild von einem Streit, weil sie Meinungsverschiedenheiten oft mit heftigen Emotionen und Verletzungen in Verbindung bringen. Deshalb fällt es vielen auch so schwer, richtig zu streiten. Die Vermeidungshaltung zum Thema Konflikt ist oftmals groß.

Darüber hinaus haben die meisten auch nie gelernt, wie man richtig streitet. Schon in unserer Kindheit wurde uns eingebläut, dass Auseinandersetzungen „schlecht“ sind. Der konstruktive und schöpfende Charakter fällt dabei völlig unter den Tisch.

Wenn Paare stolz verkünden „Wir streiten nie“, läuten bei mir sämtliche Alarmglocken:

  • Entweder gehen einer oder beide Konflikten aus dem Weg, weil sie harmoniebedürftig sind. Dies liegt meistens an starken Verlustängsten oder anderen ungelösten, tiefenpsychologischen Problemen.
  • Oberflächlich wird eine heile Welt vorgelebt. Nicht nur gegenüber außenstehenden, sondern auch innerhalb der Partnerschaft. Hier brodeln oft Themen unter der Wasseroberfläche und kommen früher oder später mit einem Knall zum Vorschein. Aufgestaute Unzufriedenheit führt zu Groll und Wut. Und kann sich darüber hinaus sogar psychosomatisch äußern, beispielsweise in chronischen Verspannungen, Rückenschmerzen etc.
     
    Wer kennt nicht Paare in seinem Bekanntenkreis, die immer einen auf super harmonisch gemacht haben und sich dann „plötzlich“ trennen. Spricht man dann im Nachhinein mit einem von beiden, so stellt man oft fest, dass es bereits seit Jahren eine Schieflage gegeben hat – die innerhalb der Partnerschaft jedoch nie zur Sprache gebracht wurde.
  • Die Beziehung, bzw. die Menschen darin, entwickeln sich nicht. Entwicklung und Veränderung sind untrennbar mit Auseinandersetzungen verknüpft, weil Interessen neu ausgehandelt werden. Bei jeder Entwicklung gibt es Abstimmungsbedarf. Nicht streitende Paare hängen sozusagen in ihrer Komfortzone fest.
  • Die Beziehung ist extrem langweilig und hat eher kumpelhaften Charakter. Echte Polarität und sexuelle Anziehungskraft basiert jedoch auf Spannungen. Einige mögen ohne diese auskommen, für mich persönlich wäre das jedoch nichts.

 
Oft ist es tatsächlich so, dass Menschen, die Konflikten ständig aus dem Weg gehen, ganz andere Probleme haben, die mit dem Partner gar nichts zu tun haben. Beispielsweise könnte ein geringes Selbstwertgefühl ein Grund sein, ständig nachgiebig zu sein. Oder eine generelle Verlustangst könnte dafür verantwortlich sein, dass Du Deine eigenen Interessen nicht durchsetzen willst, um die Beziehung bloß nicht zu gefährden. Solltest Du solche Tendenzen bei Dir erkennen, so ist Selbstreflexion Dein Mittel der Wahl.

Partnerschaftliche Beziehungen sind lebende Gebilde. Die beiden Personen in einer Partnerschaft entwickeln sich, und somit verändert sich auch die Beziehung selbst.

Dass sich Interessen und Wünsche verschieben, ist also ein ganz natürlicher Prozess. Daher ist auch „Arbeit“ an der Beziehung so wichtig, denn eine Beziehung ist kein starres Gebilde, sondern muss immer wieder nachjustiert werden.

Streit sollte daher nicht vermieden werden, sondern konstruktiv ausgelebt werden. Denk immer an den positiven Nutzen eines Konflikts, anstatt vor diesem davonzulaufen! Ein konstruktives Streitgespräch hilft Deiner Beziehung.

Richtig geführte Konflikte festigen Deine Beziehung: Ihr lernt eure Wünsche und Bedürfnisse besser kennen. Und könnt Lösungen finden, die für euch beide funktionieren.

Aber keine Sorge, falls Du bis jetzt den Konflikt gescheut hast. Richtig Streiten kannst Du lernen! Im Folgenden erhältst Du einige Tipps für einen fairen und konstruktiven Streit.

Fangen wir erst einmal mit einigen sprachlichen Feinheiten an. Diese haben eine große und oft unterschätze Wirkung auf den Zuhörer. Danach geht es dann um konkrete Deeskalationstechniken.

 

Zuschreibungen vermeiden

Einer der Hauptgründe, warum Streits eskalieren, sind Zuschreibungen. Vor allem Vorwürfe, Beleidigungen und Beschuldigungen fallen unter diesen Punkt.

Dass Du im Streit keine Schläge unter die Gürtellinie verpassen solltest, ist Dir hoffentlich klar. Denn damit begibst Du Dich automatisch in eine destruktive Spirale.

Anstatt über Lösungen nachzudenken, schaukeln man sich leicht hoch und es geht nur noch darum, den anderen zu verletzen. Dies führt zu nichts als Widerstand beim Gesprächspartner, und ein konstruktives Gespräch ist nicht mehr möglich. Zynische oder beleidigende Äußerungen mögen zwar kurzfristig als Ventil dienen, nachhaltig sind diese jedoch nicht.

Jedoch sind es nicht nur Beleidigungen, die verletzen. Auch subtilere Beleidigungen verhindern ein konstruktives Streitgespräch. Immer, wenn Du jemanden eine Eigenschaft anheftest, handelt es sich um eine Zuschreibung. Beispielsweise „Du bist gemein.“

Auch wenn dies auf den ersten Blick so aussieht, als tust Du nur Deine Meinung kund, schreibst Du Deinem Gesprächspartner eine Persönlichkeitseigenschaft zu. Dies wird genau wie eine Beleidigung zu Widerstand führen.

Anstatt nun darüber zu reden, was der andere macht oder ist, sage lieber, was mit Dir ist! In der Kommunikationswissenschaft spricht man von Ich-Botschaften. Teile Dich mit und sag, was die Situation in Dir auslöst!

Beispielsweise „Ich bin wütend.“ oder „Ich bin traurig.“

Aber Vorsicht: Nutze Ich-Botschaften nicht, um daraus Passivkonstruktionen zu bilden wie beispielsweise „Ich fühle mich im Stich gelassen“. Denn das ist immer noch die verdeckte Botschaft „Du hast mich im Stich gelassen“, nur als Ich-Botschaft verpackt.

Und ganz nebenbei: „Im Stich gelassen“ ist kein Gefühl. Traurig, wütend, ängstlich etc. sind Gefühle. Mehr dazu im Artikel Gefühle ausdrücken.

 

Pauschalisierungen vermeiden

Natürlich darfst Du weiterhin Deinen Partner adressieren, nur solltest Du darauf achten, absolute Verallgemeinerungen zu vermeiden. Genau das passiert nämlich bei einer Zuschreibung, denn diese drückt implizit aus, der andere sei immer so.

Aber auch direkte Pauschalisierungen werden Widerstand erzeugen.

Immer wirst Du laut und hörst mir nie richtig zu“ ist ein schwerer zu verdauendes Geschoss als „Du bist gerade laut geworden und hast mich gar nicht ausreden lassen.“

Beim zweiten Satz wird eine situationsbezogene, konkrete Handlung angesprochen. Anstatt ein pauschales Urteil wie bei dem ersten Satz mit den Zusätzen „immer“ und „nie“. Mit konkreten Situationen und Beispielen lässt sich viel besser arbeiten.

Mit Ausdrücken wie „ständig“, „immer“ oder „jedes Mal“ wirst Du garantiert auf Widerstand stoßen. Allein aus dem Grund, weil es unwahrscheinlich ist, dass etwas ausnahmslos so ist. Dann brauchst Du Dich auch nicht wundern, wenn sich Dein Gesprächspartner nun mit der Ausnahme von der Regel verteidigt („Von wegen immer, letzten Dienstag habe ich…“). Und schon verlagert sich euer Clinch auf Nebenkriegsschauplätze.

 

Interpretationen unterlassen

Auch solltest Du unbedingt Interpretationen und Fakten trennen. „Du bist eine Zicke“ ist nicht nur eine Zuschreibung, sondern ebenfalls Deine subjektive Wahrnehmung.

Konzentrier Dich lieber wie beim oberen Punkt angesprochen auf Fakten bzw. auf konkrete Begebenheiten! Anstatt jemanden an den Kopf zu werfen „Du interessierst Dich nicht für mich.“, was Deine Interpretation der Begebenheit ist, teile lieber mit, was Du wirklich wahrgenommen hast!

Beispielsweise „Ich bin traurig, weil Du mich gerade unterbrochen und nicht angehört hast, was ich zu sagen habe.“

 
Nun, wo Du weißt, was Zuschreibungen, Pauschalisierungen und Interpretationen sind, verstehst Du vielleicht besser, warum Sätze wie „Du bist wie deine Mutter / dein Vater“ Argumente sind, mit denen Du mit Sicherheit Widerstand erntest.

Soweit so gut. Nun hab ich Dir drei Dinge erklärt, die Du im Streit nach Möglichkeit unterlassen solltest. Aber wie teilst Du Dich nun richtig mit?

 

Standpunkte anerkennen

Dieser Tipp beschreibt eine generelle Haltung im Streit. Bevor ich Dir sage, wie Du Deine Bedürfnisse richtig mitteilst, hier vorab eine wichtige und deeskalierende Einstellung zum Streit: Versuche erst, Dein Gegenüber zu verstehen, bevor Du selbst verstanden werden willst! [Basierend auf Stephen R. Coveys „first seek to understand, then to be understood“ aus „Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg“]

Richtig Streiten kannst Du nämlich nur, wenn Du verstanden hast, worum es Deinem Kontrahenten überhaupt geht.

Beobachte einmal Dich selbst! In dem Moment, wo Du das Gefühl hast, verstanden zu werden, bist Du auch viel gewillter, Dein Gegenüber zu verstehen und Dich auf seine Argumente einzulassen. Deinem Gesprächspartner geht es da nicht anders als Dir 😉

Aber keine Sorge, Du kommst trotzdem nicht zu kurz. Es gibt in der Kommunikationswissenschaft den schönen Satz „Verstehen heißt nicht automatisch, auch einverstanden zu sein.“

Das bedeutet konkret, dass Du die Meinung des anderen anerkennen kannst, selbst wenn Du diese nicht teilst. Du darfst Dein Gegenüber also ausreden lassen, und kannst immer noch blöd finden, was er sagt.

 

„Und“ anstatt „aber“

Ein sehr einfaches Mittel, um den Standpunkt Deines Gegenübers zu würdigen, ist das Wörtchen „aber“ durch „und“ zu ersetzen. Kleines Fallbeispiel:

„Du möchtest mit mir zusammen auf den Geburtstag deiner Freundin, aber ich möchte mit den Jungs um die Häuser ziehen.“ ⇨ Alles, was vor dem „aber“ steht, wird relativiert.

Das Wörtchen „aber“ solltest Du nahezu komplett aus Deinem aktiven Sprachgebrauch streichen. Es sei denn, Du willst bewusst Nebensätze aushebeln. Beispielsweise, wenn Du ein Verkäufer bist: „Dieses Modell ist unser hochpreisiges, aber es verfügt zusätzlich über A und B und C…“. Damit hebelst Du sozusagen den hohen Preis durch die folgenden Argumente aus.

Um Standpunkte anzunehmen, ist ein „und“ viel besser:

„Du möchtest mit mir zusammen auf den Geburtstag deiner Freundin und ich möchte mit den Jungs um die Häuser ziehen.“ ⇨ Beide Interessen stehen nun gleichwertig nebeneinander.

Mit dieser einfachen Änderung eines einzigen Wortes hast Du die Position erst einmal anerkannt. Einen Kompromiss könnt ihr immer noch finden. Nur weil Du den Standpunkt anerkennst, heißt das noch lange nicht, dass Du diesen auch gutheißt.

Wenn Du Deinem Streitpartner etwas erklärst und dieser beispielsweise mit „Ja, aber…“ antwortet, fühlst Du Dich ziemlich sicher auch nicht ernst genommen. Du wirst nicht das Gefühl haben, dass dieser Deinen Standpunkt ausreichend würdigt. Geschweige denn überhaupt darüber nachgedacht hat. Andere viel besser abholen kannst Du durch den folgenden Tipp:

 

Paraphrasieren

Um Deinen Gesprächspartner wirklich das Gefühl zu geben, dass Du diesen verstehst, empfiehlt es sich, einfach kurz zu wiederholen und zusammenzufassen, was dieser eigentlich gesagt hat.

Um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, empfiehlt sich ein Satzbau wie „Habe ich das richtig verstanden, dass du … empfindest / glaubst / möchtest?“

Wenn Dein Gesprächspartner dies bestätigt, wird er sich abgeholt und wertgeschätzt fühlen. Und ist nun viel empfänglicher für Deine Ausführung. Solltest Du etwas falsch verstanden haben, so bitte Deinen Gesprächspartner, es Dir nochmal in anderen Worten zu erklären. So kommt ihr beide einer Lösung näher.

 

Gefühle ansprechen

Ebenfalls genauso wirkungsvoll wie das Paraphrasieren, bei welchem Du inhaltlich wiederholst, kannst Du auch das ansprechen, was Du an Emotionen wahrnimmst, wie beispielsweise „Du bist wütend deswegen?“

Wie oben bereits angesprochen glauben viele, dass Emotionen dadurch schlimmer werden, wenn man diese adressiert. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Es zeigt eher, dass Du empathisch bist und die Sichtweise und Empfindungen Deines Gegenübers würdigst.

Anstatt zu versuchen Emotionen zu unterdrücken wie bei einem „Reg Dich doch nicht so auf!“, lass diese zu bzw. sprich diese an! Du wirst überrascht sein, wie klärend dies für einen Konflikt ist.

Höchstwahrscheinlich wird Dein Gesprächspartner je nach tatsächlicher Stimmungslage antworten mit „Ja ich bin wütend, weil…“ oder „Nein, ich bin nicht wütend, ich bin eher traurig, weil…“.

So oder so lässt Du immer noch Freiraum, dass Dein Gesprächspartner seinen Standpunkt erläutern kann^. Damit trägst Du zur Klärung des Konfliktes bei. Ebenfalls werden die Emotionen abgebaut anstatt verstärkt, weil Verständnis dazu beiträgt, Menschen wertzuschätzen.

Sich verstanden zu fühlen ist das Hauptanliegen vieler Streitender. Du gibst von Deiner eigenen Position nichts auf, wenn Du Deinem Gegenüber Verständnis entgegenbringst. Dann ist auch die Chance viel höher, dass er bereit ist, Dich zu verstehen.

 

Offene Körpersprache

Ebenfalls solltest Du auf eine offene Körpersprache achten! Im Artikel zum Thema Körpersprache deuten habe ich Dir bereits Tipps zum Lesen von nonverbalen Signalen gegeben.

Vor allem im Streitfall ist eine empfangende Körpersprache sinnvoll. Dmait kannst Du unterstreichen, dass Du wirklich an der Sichtweise Deines Gegenübers interessiert bist. Eine Aussage beispielsweise wie „Ich verstehe Deinen Standpunkt.“ wird Dein Gesprächspartner als authentischer wahrnehmen, wenn Du nicht gerade Deine Arme verschränkst und abgewendet bist.

Auch auf Augenrollen und ähnliche Gesten solltest Du verzichten, um Deinen Gesprächspartner nicht unnötig zu provozieren.

Dreh Dich Deinem Streitpartner zu und nimm eine offene Körperhaltung ein! Hör aufrichtig zu und unterstreiche dies mit Deinem Körper!

 
Diese vier Tipps zur fairen Art der Gesprächsführung wirken deeskalierend. Oft erhitzen sich die Gemüter im Zwist, weil einer oder beide sich einfach nicht verstanden fühlen. Vertrau mir: In dem Moment, in welchem sich Dein Gesprächspartner verstanden fühlt, ist eine sachliche Diskussion viel wahrscheinlicher.

Hör Dir also an, was Dein Gegenüber zu sagen hat und worum es ihm oder ihr eigentlich geht! Danach kannst Du immer noch Deine Interessen vertreten.

Dein Standpunkt soll natürlich ebenfalls nicht zu kurz kommen. Wie Du diesen richtig vertrittst, davon handelt der nächste Abschnitt.

 

Dich richtig mitteilen

Nimm Dir auf jeden Fall Zeit, um zu beschreiben, was in Dir vorgeht! Erkläre, was Deine Wünsche und Bedürfnisse sind und wie Du das Verhalten anderer erlebt hast!

Geh nicht davon aus, dass Deine Partnerin oder Dein Partner das alles weiß! Denn sie oder er erlebten Dinge oft völlig anders als Du selbst.

Weiter oben unter dem Punkt „Interpretationen unterlassen“ erklärte ich bereits, dass Interpretationen nicht weiterführen und sehr fehleranfällig sind. Beispielsweise Sätze wie „Du warst doch dabei und hast alles gesehen.“ oder „Du solltest doch wissen, wie ich mich fühle.“ sind eher Deine Annahmen als Tatsachen.

Vielleicht war Dein Gegenüber kurz abgelenkt oder mit seinem eigenen Innenleben beschäftigt? Derartige Vorwürfe werden eher zu Widerstand und Verteidigung führen, anstatt euch voran zu bringen.

Wie in dem Artikel Kommunikation in der Beziehung bereits beschrieben, gibt es ein sehr einfaches System, wie Du die bisherigen Punkte im Streit berücksichtigen kannst und Deinen Standpunkt vermittelst, ohne dass der andere verletzt wird.

Dieses einfache System basiert auf der gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg und beinhaltet diese vier Punkte:

1) Die Situation objektiv beschreiben (Beobachtung)
2) Ausdrücken, was dies in Dir auslöst (Gefühle)
3) Mitteilen, was Du brauchst (Bedürfnisse)
4) Deinen Wunsch für die Zukunft äußern (Bitte)

Diese Art, Dich mitzuteilen, ist nicht angreifbar:

  • In Punkt 1) teilst Du sachlich mit, was Du in der Situation wahrgenommen hast. Beschreib die Situation so, wie eine Videokamera diese aufnehmen würde! Komplett frei von Interpretationen und Pauschalisierungen.

    Anstatt „Du hast mir gedroht“ (= Deine Interpretation) lieber „Du bist auf mich zugekommen und hast xyz gesagt“ (dies würde auch auf einem Videoband zu sehen sein).
  • Dann sagst Du, was das in Dir ausgelöst hat (Punkt 2): „Ich habe mich unbehaglich gefühlt und es hat mir Angst gemacht“. Und ebenfalls, was Du brauchst (Punkt 3): „Ich möchte die Sicherheit haben, dass wir uns in Ruhe aussprechen können.“

    Anstatt wilde Vorwürfe zu machen, erkläre lieber das Warum Deiner Sichtweise! Was ist der dahinterliegende Grund? Warum ist Dir das so wichtig? Was löst es in Dir aus?

    Auch wenn es vielleicht zuerst schwer zu verstehen ist, aber Verletzlichkeit zu zeigen und seine Gefühle richtig mitzuteilen sind Stärken.

    So könnt ihr wirklich über Bedürfnisse reden und versuchen, Lösungen zu finden, wie diese erfüllt werden.
  • Abschließend äußerst Du, was Du Dir für die Zukunft wünscht (Punkt 4): „Ich möchte, dass du mich ausreden lässt und mir dann im Anschluss deinen Standpunkt vermittelst, ohne dabei laut zu werden.“

Wenn Du derart kommunizierst, kann Dein Gesprächspartner dem nichts entgegenbringen, denn

  • Der erste Teil ist sachlich und objektiv.
  • Der Mittelteil beschreibt Deine subjektive Empfindung, welche für Dich ebenfalls wahr ist.
  • Und der Schlusssatz vermittelt Deine Interessen und Bedürfnisse, welche ebenfalls nicht verhandelbar sind. Weil das nun mal eben das ist, was Du möchtest.

Wenn Du lernst, so zu reden, kommst Du einer Klärung des Konflikts näher. Interessen und Wünsche werden ausgetauscht. Und Dein Gesprächspartner kann ebenfalls erklären, wie er die Sache wahrnimmt und was er braucht bzw. sich von Dir wünscht.

 

Kompromisse und echte Lösungen

Was ist Dein Ziel? Was ist das Ziel Deiner Partnerin / Deines Partners? Euch sollte klar sein, warum bzw. worüber ihr eigentlich streitet! Auf den ersten Blick scheint dies klar zu sein, ist es aber in der Realität oftmals nicht.

Erst, wenn ihr wirklich wie oben beschrieben Standpunkte, Ängste und Bedürfnisse geklärt habt, wisst ihr, worum es euch eigentlich geht. Tatsächlich geht es oft um ganz andere Themen, als an der Oberfläche behandelt werden. Erst wenn das geklärt ist, könnt ihr euch auch an eine konstruktive Lösungssuche machen!

Ebenfalls sollte aus jedem Streitgespräch ein Ergebnis entstehen! Welche Vereinbarung wollt ihr für die Zukunft treffen? Was soll sich ab jetzt ändern? Erst durch eine Lösungsorientierung wird ein Streit konstruktiv.

 

In einem Streit von zwei Personen kann es nur zwei Gewinner geben – oder keinen

In einem Streit solltest Du auch unbedingt auf faule Kompromisse verzichten! Wenn Du Deine eigenen Bedürfnisse leugnest, nur um es Deiner Partnerin / Deinem Partner recht zu machen, erreichst Du zwar vorübergehend Frieden, aber keine dauerhafte Lösung.

Es werden sich eher negative Gefühle wie Groll oder Ärger aufstauen, die früher oder später ein Problem für Deine Beziehung werden.

Es ist ein Irrglaube, dass einer nur „gewinnen“ kann, wenn der andere „verliert“. Du solltest immer versuchen, bei Differenzen echte Kompromisse bzw. Win-Win-Situationen zu erzeugen. Das ist genau dann der Fall, wenn eure beiden Bedürfnisse gedeckt sind.

Was nützt es Dir, wenn Du „Recht“ hast, aber die Beziehung nun nachhaltig gestört ist, weil sich bei Deinem Gegenüber nun Groll angesammelt hat? Dieser staut sich dann bist zu dem Punkt an, an welchen Du anstatt Liebe Verachtung erntest und die Beziehung scheitert.

Tragfähige Beziehungen können zwar kurzfristig im Ungleichgewicht sein, weil einer bspw. auf etwas verzichtet, um es dem anderen dieses eine Mal recht zu machen. Auf Dauer sollten sich in gesunden Partnerschaften jedoch Geben und Nehmen im Einklang halten!

Deshalb ist es auch so wichtig, wie im Abschnitt „Standpunkt anerkennen“ beschrieben, verstehen zu wollen, worum es Deiner Partnerin / Deinem Partner eigentlich geht. Dafür eigen sich neben den oben beschriebenen Tipps beispielsweise Techniken wie ein Perspektivenwechseln, welchen Du bspw. durch das Teufelskreis-Modell üben kannst.

Dann werden Lösungen, die für beide Parteien funktionieren, wahrscheinlicher.

 

Authentisch sein

Im Streit immer fair und sachlich zu bleiben ist natürlich eine schöne Vorstellung und ein nobles Ziel. Aber mal ganz ehrlich: Etwas unrealistisch ist es schon.

Es geht im Streitfall gar nicht darum, immer politisch korrekt zu sein. Lediglich Verletzungen, die lange nachhallen können, sollten vermieden werden!

Es spricht also auch nichts dagegen zu schreien und zu heulen, wenn Dir danach ist. Deine eigenen Gefühle zu unterdrücken ist auf Dauer keine gute Idee. Wenn Du Dich ärgerst, darfst Du auch mal laut werden. Oder einfach heulen, wenn Du traurig bist. Dies trägt zur Klärung Deiner Gefühlslage bei und zeigt Deinem Gegenüber, dass die Themen für Dich emotional aufgeladen – und damit wichtig für Dich sind.

Alles was oben unter dem Punkt „Gefühle ansprechen“ steht, gilt natürlich nicht nur für die Gefühle Deines Streitpartners, sondern ebenfalls für Deine eigenen.

Bevor Deine Streiterei jedoch in verletzende Auseinandersetzungen eskalieren, im folgenden noch einige Tipps, um den Dampf aus dem Kessel zu nehmen.

 

Konkrete Deeskalationstechniken

Mit folgenden Tipps werden körperliche uns seelische Verletzungen minimiert und tragfähige Beziehungen aufgebaut, wenn die Emotionen doch zu sehr überkochen.

 

Geeigneten Rahmen schaffen

Wähle eine entspannte, neutrale Situation, um mit Deinem Partner / Deiner Partnerin zu sprechen. Kündige an, dass Du über ein bestimmtes Thema reden willst und hole Dir zunächst eine Zustimmung dafür.

Akzeptiere, wenn Dein Gegenüber in der Situation nicht bereit ist, weil dieser zum Beispiel innerlich gerade mit anderen Dingen beschäftigt und nicht offen ist. Dann vereinbare in jedem Fall kurzfristig einen anderen Zeitpunkt, an dem ihr beide ungestört Zeit habt!

Zeige in jedem Fall auf, dass es Dir nicht darum geht, euch alte Verletzungen an den Kopf zu werfen oder ähnliches, sondern darum, gemeinsame Lösungen zu finden. Beispielsweise „ Ich möchte, dass wir über unsere Auseinandersetzung gestern reden. Ich wünsche mir, dass wir lernen, besser aufeinander einzugehen, sodass wir einen gemeinsamen Weg finden.“

 

Spielregeln etablieren

Wenn Du unterbrochen wirst während Du sprichst, weise freundlich aber bestimmt darauf hin, dass Du gleich bereit bist, zuzuhören. Jetzt möchtest Du erst mal erzählen.

Behalte die Führung, wenn Du am Wort bist, sonst besteht die Gefahr, dass das Gespräch in altbekannte Grundsatzdiskussionen und Streitereien abgleitet.

Auch sollte jeder von euch erst einmal die Möglichkeit haben, Gedanken und Gefühle zu äußern, bevor es an Lösungsvorschläge geht. Zu frühe Lösungsversuche bergen die Gefahr, dass noch nicht die gesamte Information (Gefühle, Gedanken, Bedenken, Ängste etc.) offen gelegt wurde, und es somit nicht zu zufriedenstellenden Lösungen für Beide kommt.

 

Die Auszeit

Wenn Du oder Dein Gesprächspartner bemerken, dass die Gemüter sich zu stark erhitzen, so ist eine Auszeit von mindestens 15 Minuten sinnvoll.

Evolutionsbiologisch sind wir Menschen in Stresssituationen mit Adrenalin durchflutet, um uns auf Kampf oder Flucht vorzubereiten. Früher war es in solchen Situationen wichtiger, dass Deine Muskeln gut durchblutet wurden.

Egal für wie klug und besonnen Du Dich hältst: Dein Gehirn wird in Stresssituationen nicht mehr in der Lage sein, konstruktiv zu arbeiten.

Daher ist eine kurze, räumliche Trennung das Beste, bevor etwas passiert, was im Nachhinein bereut wird. Macht eine Pause und geht euch aus den Augen! Nach ca. 15 Minuten hat sich euer Adrenalinspiegel normalisiert.

Triff in Deiner Beziehung generell die Absprache, das jeder von euch das Recht hat, diese Auszeit einzufordern. Einigt euch darauf, dass wenn einer von euch diesen „Joker“ zieht, das auch ausgeführt wird. Ausnahmslos und ohne Diskussion.

Beharrt einer von euch darauf „nicht davonzulaufen“ oder „nur noch diesen Punkt zu Ende zu besprechen“, so seid ihr schneller in einem destruktiven Gerangel, als ihr gucken könnt. Nehmt den Wunsch nach einer kurzen Auszeit also ernst!

Glaub mir, es ist besser, 15 Minuten „runter zu kommen“, als sich tagelang wegen einem heftigen Streit traurig, verärgert oder schuldig zu fühlen.

 

Das Schachspiel

Vor allem, wenn eine konstruktive Streitkultur noch ungewohnt für Dich ist, können feste Strukturen Abhilfe schaffen. Beispielsweise, wenn ihr es nicht schafft, einander ausreden zu lassen.

Stellt in einem solchen Fall eine Uhr. Wie beim Blitzschach hat jeder eine bestimmte Uhrzeit, die ihm zusteht. In dieser Zeit redet nur derjenige, dessen Zeit gerade läuft. Der andere schweigt und hört zu.

Streitpartner A redet beispielsweise für 3 Minuten, B schweigt und hört zu. Danach ist B an der Reihe. Bevor jedoch seine 3 Minuten anfangen zu laufen, wiederholt B erst einmal, was A gesagt hat (siehe Abschnitte Paraphrasieren und Gefühle ansprechen). Erst wenn A bestätigt, dass B ihn richtig verstanden hat, ist B an der Reihe. Erst dann läuft die Zeit von B und er kann mit seiner Ausführung beginnen.

Das geht dann so lange so, bis alle strittigen Themen ausgesprochen sind.

 

Streit auf Termin

Wie oben bereits erwähnt, stauen sich Groll und Verletzungen manchmal auf, weil bestimmte Themen nie behandelt werden.

Es gibt auch den entgegengesetzten Fall, wo einer ein strittiges Thema anspricht, aber zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Beispielsweise kurz bevor einer von beiden sich zur Arbeit aufmachen muss. Das hier kein geeigneter Zeitrahmen für ein konstruktives Streitgespräch gegeben ist, ist offensichtlich.

Was auf den ersten Blick vielleicht merkwürdig anmutet, hat bereits viele Beziehungen entlastet: Feste Zeiten, zu denen strittige Themen besprochen werden.

Vielleicht fragst Du Dich gerade, warum Du Streit „planen“ solltest. Wie weiter oben bereits erklärt, meine ich mit „Streit“ einfach eine Aussprache. Diese muss weder emotional aufgeladen noch verletzend sein. Wenn ihr also Themen in euer Beziehung habt, die Klärung bedürfen, so solltet ihr euch auch die Zeit dafür nehmen!

Nochmal: Probleme werden nicht kleiner, indem diese ignoriert werden.

Ebenfalls wird es Dir leichter fallen, bestimmte Dinge ein paar Tage aufzuschieben, wenn Du weiß, dass bspw. am Donnerstag darüber gesprochen wird. Auch kannst Du Dich dann effektiv auf das Gespräch vorbereiten.

In diesem Kontext ist ebenfalls erwähnenswert, dass es gut ist, eine gewisse Lösungslosigkeit aushalten. Grundsätzlich solltest Du wie weiter oben beschrieben lösungsorientiert vorgehen. Es muss jedoch nicht immer sofort ein Ergebnis gefunden werden. Wichtiger ist, die Beziehung nicht zu gefährden und nicht mit Groll und Bauchschmerzen ins Bett zu gehen. Ihr könnt euch also auch ab und an drauf einigen, dass ihr euch uneinig seid und einfach mal eine Nacht drüber schlafen.

Nach ein wenig Bedenkzeit und dem Abkühlen von Emotionen sieht die Welt oftmals bereits anders aus 😉

 

Der Brief

Manchmal fällt es schwer, etwas im Eifer des Gefechtes zu verbalisieren. In solchen Fällen ist es gut, wenn Du etwas in Ruhe treffend verbal auszudrücken kannst.

Schreib beispielsweise einen Brief mit Deinen Gedanken und Empfindungen oder etwas moderner: Pack Deine Gedanken in eine längere SMS oder Whatsapp Nachricht. So kannst Du an der treffenden Formulierung feilen und prüfen, ob das Geschriebene auch das ausdrückt, was Du sagen willst.

Bedenke jedoch, dass es keine nonverbale Signale wie Gesichtsausdruck, Totalität etc. zu sehen und zu hören gibt. Prüf deshalb kritisch Deinen Text darauf, dass dieser auch so rüberkommt, wie Du es meinst! Auf Ironie solltest Du beispielsweise verzichten!

Teste Dein Geschriebenes: Stell Dir vor, Du würdest genau diesen Brief bekommen. Wie würdest Du Dich fühlen? Was würdest Du darüber denken?

Erst, wenn Dich Dein eigener Brief nicht verletzt, frei von Zuschreibungen ist („ständig machst du“) und Du damit das bestehende Zerwürfnis nicht weiter anfeuerst, dann kannst Du diesen absenden.

 

Let’s fight!

Du weißt nun einiges über faire Streitgespräche. Also lasst uns streiten! Auf konstruktive Art und Weise.

Beherzige die Tipps und Deine Beziehungsprobleme werden sich nach und nach auflösen.

Hast Du mehrere Problemthemen in Deiner Beziehung, so ist es zielführender, jeweils über eine Sache zu streiten. Sonst ist die Gefahr der Themenvermischung und Reizüberflutung sehr groß. Kläre einen offenen Punkt, bevor Du Dich an den nächsten machst!

Dasselbe gilt für das Umsetzen von getroffenen Vereinbarungen. Verhaltensänderungen benötigen Zeit und Aufwand. Macht besser eine Sache richtig als fünf halbherzig! Wie sagt man so schön: Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.

Wenn Du diese Tipps zum richtigen Streiten beherzigst, ist es viel wahrscheinlicher, dass Du auch schwierige Themen in Deiner Partnerschaft bearbeiten kannst. Und sowohl Du als auch Dein Partner / Deine Partnerin bekommen eher das, was ihr euch wirklich wünscht.

Es ist also nichts Schlechtes daran, ab und an mal zu streiten. Sondern im Gegenteil, sogar sehr viel Gutes. Für glückliche Beziehungen heißt also miteinander streiten. Und nicht gegeneinander! Denn der tiefere Sinn eines Streites ist immer der Kontakt, eine echte Begegnung auf Augenhöhe und Intimität.

Auch wenn dieser Artikel hauptsächlich für romantische Paarbeziehungen geschrieben ist, weil diese für gewöhnlich die größte emotionale Ladung haben, gilt das hier Geschriebene natürlich für alle zwischenmenschlichen Beziehungen. Selbst am Deinem Arbeitsplatz kannst Du von dem ein oder anderen Tipp profitieren.

Im Folgenden noch drei Buchtipps zum richtigen Streiten, falls Dich das Thema Streiten vertieft interessiert:

 
Solltest Du trotz all Deiner Bemühungen Deine Konflikte nicht gelöst bekommen, ergibt evtl. eine Paartherapie oder ein Personal Coaching Sinn für Dich und Deinen Partner / Deine Partnerin.

 
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Gregor Wojtowicz Profilbild
Veröffentlicht von Gregor Wojtowicz am
Coach bei Quality - Lifestyle Development Consultants

Gregor Wojtowicz ist Master der Wirtschaftspsychologie (M.Sc.) und Diplom Wirtschaftsmathematiker. Er arbeitet als Unternehmensberater und Business-Coach für international tätige Unternehmen sowie als Personal und Life Coach mit Privatpersonen. Seine Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Psychologie, Coaching, Persönlichkeitsentwicklung, Außenwirkung sowie Selbstmarketing.

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