Kalorienzähler Fitbit Charge HR Testbericht / Review

Nachdem ich in der Vergangenheit bereits mehrere Kalorienzähler getestet habe, bin ich auf das „Charge HR“ des Herstellers Fitbit gestoßen und nutze dieses für die Zusammenarbeit mit meinen Klienten und darüber hinaus für mich persönlich.

Das Armband hat für mich viele positive, allerdings auch einige zu bemängelnde Aspekte vorzuweisen, auf die ich im folgenden Fitbit Charge HR Review genau eingehen werde.

Falls Du Dich genauer für die technischen Daten des Armbands interessierst, empfehle ich Dir, einen Blick auf die folgenden Links zu werfen. In diesem Testbericht geht es um meine persönliche Erfahrung mit dem Fitbit Charge HR und um die Benutzerfreundlichkeit aus meiner Sicht.

Das Fitbit Charge HR ist ein Kalorienzähler aus der Fitbit-Familie:

 
 

 

Was ist überhaupt ein Kalorienzähler?

Ein Kalorienzähler ist ein elektronisches Gerät, das die körperliche Aktivität einer Person erfasst und daraus den Kalorienverbrauch errechnet.

Vielleicht fragst Du Dich, wozu Du Deinen Kalorienverbrauch überhaupt so genau wissen solltest und was Du mit dieser Information anfangen kannst.

Zunächst einmal erhältst Du einen mehr oder weniger guten Richtwert dafür, wie viele Kalorien Du über Deine Nahrung aufnehmen kannst, ohne zu- oder abzunehmen. Bleibt Deine Kalorienaufnahme über einen längeren Zeitraum unter diesem Richtwert, wirst Du zwangsläufig abnehmen. Isst Du mehr als Du verbrauchst, wirst Du zwangsläufig zunehmen.

So weißt Du, wie Du mit Deiner Nahrungsaufnahme in Relation zu Deinem Kalorienverbrauch stehst. Dann kannst Du beide Werte an Deine Fitness-Ziele anpassen.




Deshalb ist mir bei Kalorienzählern besonders wichtig, dass sie meinen täglichen Kalorienverbrauch so genau wie möglich ermitteln. Darüber hinaus sollen sie im Alltag bequem sitzen und mich bei sportlichen Aktivitäten nicht stören. Je mehr weitere nützliche Funktionen die jeweiligen Zähler besitzen, desto besser. Jedoch steht auch hier die Genauigkeit der Werte an oberster Stelle.

 

Fitbit Charge HR Review: Grundlegendes & Lieferumfang

Das Fitbit Charge HR ist ein Armband mit Herzfrequenz- und Kalorienzähler. Es kann an beiden Handgelenken getragen werden. Ich persönlich trage es an Stelle einer Armbanduhr. Wenn Du auf Deine Armbanduhr nicht verzichten willst, kannst Du das Armband natürlich problemlos am anderen Handgelenk tragen.

Das Armband ist verschiedenen Größen erhältlich: Je nachdem wie groß der Umfang Deines Handgelenks ist, wirst Du S (14 – 16cm) oder L (16 – 19cm), benötigen. Es ist einfarbig und in verschiedenen Farben erhältlich. Ich persönlich besitze nur schwarze Armbänder, da diese meiner Meinung nach sehr schlicht und unauffällig sind.

Offiziell ist das Armband nicht wasserdicht, sondern nur „schweiß-, regen- und spritzwasserresistent“. Du solltest es also vor dem Duschen bzw. Schwimmen gehen abnehmen. Es ist mir allerdings schon einige Male passiert, dass ich vergessen habe, das Armband vor dem Duschen abzunehmen. Danach funktionierte es immer noch einwandfrei.

Im Lieferumfang sind neben dem Armband ein USB-Ladekabel und ein Dongle zur kabellosen Synchronisierung enthalten. Das Ladekabel lässt sich über einen herkömmlichen USB-Steckplatz verbinden. Der Dongle ist ein spezieller USB-Stecker, der Dir ermöglicht, Deine Aktivitätsdaten kabellos vom Armband zu Deinem Computer zu übermitteln. Auf Deinem Computer benötigst Du kein Programm, denn die Auswertung der Daten kannst Du bequem über die Fitbit Homepage abrufen.

 

Einrichten des Charge HR Kalorienzählers

Nach Eintreffen des Armbandes und Installation der kostenlosen Fitbit-App aus dem Play-Store auf mein Android-Handy dauerte die Synchronisation mit meinem Handy und Einrichtung des Armbands ca. 5 Minuten.

Mit der IOS-Software von Apple funktioniert dies genauso komfortabel. Sobald ich die Fitbit-App öffne und die Bluetooth-Funktion meines Handys aktiviert ist, verbindet sich die App automatisch und reibungslos mit dem Armband und die aktuellen Werte sind live einsehbar und leicht verständlich.




 

Messung des Herzschlags und Berechnung des Kalorienverbauchs

Fitbit Charge HR review Puls

Die Angabe meines Herzschlags scheint relativ genau zu sein. Das Armband ermittelt bei mir ungefähr die gleichen Werte wie ein klassischer Pulsgurt. Neben der Pulsanzeige in der App kann ich mir meinen Puls auch direkt über das Armband anzeigen lassen. Entscheidend für mich ist allerdings die Anzeige meines Ruhepulses in der App. In stressigen Alltagsphasen kann ich so deutlich erkennen, wann sich Stress negativ auf meinen Ruhepuls auswirkt (Puls ist dann wesentlich höher als normal) und ich im Job, beim Sport und allgemein einen Gang zurückschalten muss.

Die Sensoren auf der Innenseite des Armbands messen, wie bereits beschrieben, die Herzfrequenz. Zur Bestimmung des Kalorienverbauchs berücksichtigt das Charge HR neben der gemessenen Herzfrequenz meine Körpergröße und mein Gewicht. Diese Messwerte werden auch in die Berechnung der verbrauchten Kalorien mit einbezogen. In die Berechnung fließt natürlich besonders die eigene körperliche Aktivität mit ein. Ich persönlich habe einen sehr aktiven Lebensstil, sitze wenig, bin viel in Bewegung und treibe viel Sport. Dennoch bin ich nicht an jedem Tag gleich aktiv.

Durch das Charge HR habe ich ein gutes Gefühl dafür bekommen, wie hoch mein Verbrauch an bestimmten Tagen der Woche ist. Würde ich dazu im Vergleich eine herkömmliche Berechnungsformel zur Bestimmung meines Kalorienverbrauchs verwenden, wäre der ermittelte Wert eher als Durchschnittswert zu sehen. Mit Hilfe der Charge HR Werte bin ich somit flexibler.

Die große Frage, die sich mir stellte, war, ob die Werte des Armbands tatsächlich meinen genauen Kalorienverbrauch widerspiegeln. Nachdem ich das Armband nun bereits drei Monaten getestet habe, kann ich sagen, dass ich mein Gewicht genau halten kann, wenn ich genau die angegebenen Kalorienmengen zu mir nehme. Dies bedeutet natürlich nicht, dass das Band zu 100 % genau ist, sondern, dass die Abweichungen scheinbar nur sehr gering sind und sich über einen längeren Zeitraum hinaus ausgleichen. Nach meiner persönlichen Erfahrung ist die Berechnung des Kalorienverbrauchs also sehr genau!

Eine zusätzliche Angabe liefert mir die App durch die Aktivitätsanzeige. Diese zeigt mir meine aktiven Minuten des Tages an, in denen ich mich laut meines Pulses im Bereich der Fettverbrennung befinde. Selbst kurze Spaziergänge zählt das Band zu der aktiven Zeit. Allein die Angabe des Werts ist für mich ein Motivationsfaktor, der mich angespornt, täglich einen möglichst hohen Wert zu erreichen.
Fitbit Charge HR review aktive Minuten

Fitbit Charge HR review Kalorienzähler

 

Aufzeichnen des Trainings

Das Charge HR zeichnet meine Aktivität beim Training automatisch auf. Wenn ich mir den Kalorienverbrauch der Trainingszeit gesondert ausweisen lassen möchte, kann ich den Trainingsmodus durch längeres Betätigen des Knopfes am Armband starten und am Ende durch erneutes Drücken stoppen.

Keine Sorge, den Knopf wirst Du leicht finden, denn das Armband hat nur diesen einen. Mit diesem kannst Du Dir die verschiedenen Werte des Armbands komfortabel anzeigen lassen, indem Du durch mehrmaliges Drücken dieses Knopfes durch die Werte blätterst.

 

Schrittzähler, Distanz-Anzeige und Etagen-Anzeige

Die Messung der gegangenen Schritte, der zurückgelegten Distanz und der bewältigten Etagen ist recht genau. Mit geöffneter App und verbundenem Armband bin ich einige Testschritte gegangen und der Schrittzähler hat genau die richtige Anzahl an Schritten addiert. Auch die gelaufene Distanz einiger Teststrecken stimmte mit den Werten von Google Maps überein.

Manchmal passiert es allerdings, dass wenn ich stehe, schnelle Armbewegungen als Schritte erkannt werden. Dies verfälscht die Statistik, ist mir allerdings bei allen Schrittzählern aufgefallen, die ich bisher verwendet habe.

Bei der Etagen-Anzeige ist mir aufgefallen, dass eine Etageneinheit vom Armband festgelegt ist. Schreite ich eine etwas längere Treppe hinauf, kann es passieren, dass das Band die Treppe als zwei Etagen wertet. Das stört mich allerdings wenig, da sich etwas kürzere und etwas längere Treppen auf lange Sicht ausmitteln.

Am Ende des Tages liefern mir der Schrittzähler, die Distanz-Anzeige und die Etagen-Anzeige also gute Anhaltspunkte für meine generelle Aktivität. Besonders der Schrittzähler-Wert und der Etagen-Wert motivieren mich selbst nach drei Monaten noch, viele Wege zu Fuß zurückzulegen. Einen Fahrstuhl habe ich schon länger nicht mehr von innen gesehen.

 

Uhrzeit-Anzeige

Eine sinnvolle Funktion ist die Uhrzeit-Anzeige. Wenn ich schon keine Armbanduhr trage, kann ich mir mit einem einfach Knopfdruck die aktuelle Uhrzeit anzeigen lassen. Auch eine Drehbewegung des Handgelenks, so dass das Display nach oben zeigt, blendet die Uhrzeit ein. Es ist also nicht einmal nötig, den Knopf für die Uhr-Anzeige zu betätigen. Ein weiteres nützliches Feature.
Fitbit Charge HR Uhrzeit

 

Anrufer ID-Erkennung

Die Anrufer ID-Erkennung funktioniert so wie sie soll. Das Armband vibriert bei einem eingehenden Anruf auf meinem Handy und zeigt den Namen des Anrufers an, falls dieser zu meinen Kontakten gehört. Voraussetzung dafür ist, dass die Bluetooth-Funktion eingeschaltet ist, wodurch sich das Armband mit dem Handy synchronisieren kann. Dies bedeutet dann allerdings auch, dass beide Geräte einen höheren Akkuverbrauch haben.

Meiner Meinung nach ist die Anrufer ID eine nette Funktion, aber ich nutze sie im alltäglichen Gebrauch nicht, da ich mein Handy sowieso greifbar habe. Und wenn dies mal nicht der Fall ist, dann will ich auch bewusst nicht gestört werden.

 

Meine Ziele / Der Motivationsfaktor

Im Menü der App kann man für fast alle Werte persönliche Ziele eingeben. Mein persönliches Primärziel sind 13.000 Schritte pro Tag. Sobald ich diese erreicht habe, vibriert das Armband. Ich kann zusätzlich weitere Ziele einspeichern, um mich selbst täglich herauszufordern.

In der Fitbit-App kannst Du Dir zudem für besonders aktive Leistungen verschiedene Abzeichen verdienen. Mich motivieren die Abzeichen nur mäßig, denn ich persönlich halte mich lieber an Zahlen und Daten. Ein abendlicher Blick in die Statistik, um erreichte Werte zu sehen, ist für mich viel motivierender.

 

Wöchentliche Statistik/Dashboard

Einmal in der Woche wird eine Statistik per Mail an mich versandt. Da ich das Band gelegentlich ablege, ist die wöchentliche Statistik für mich nicht ganz aussagekräftig. Ich nutze die Dashboard-Funktion der Fitbit Homepage, um mir meine Statistik der letzten Tage und Wochen genauer anzusehen. Die Daten lassen sich sogar per Knopfdruck im Excel-Format downloaden, was sogar noch weitere Analysen der Daten erlaubt.

Im Folgenden siehst Du ein Screenshots von Teilen meines Dashboards:

Fitbit Charge HR-review Dashboard

 

Hautverträglichkeit

Ich habe schon einige Male gehört, dass Personen durch das ununterbrochene Tragen des Armbands Ausschlag bzw. Hautreizung bekommen haben. Persönlich kann ich bisher noch nicht davon berichten. Ich trage es beim Sport, beim Schlafen, beim Arbeiten, etc., sodass sich natürlich viel Schmutz ansammeln kann.

Bisher habe ich es mir angewöhnt, das Armband direkt nach dem Training, bevor ich Duschen gehe, täglich zu säubern. Dazu nutze ich zunächst ein feuchtes Mikrofasertuch und wische das Armband gründlich ab. Danach trockne ich es mit einem weiteren Tuch ab.

Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass kürzere Tragepausen nach einigen Tagen der Nutzung die Handgelenkshaut entspannen.

 

Schlafaufzeichnung & Stiller Alarm

Fitbit Charge HR Schlaf

Die Schlafaufzeichnung ist erstaunlicherweise sehr genau. Das Armband erkennt, ob ich nur auf dem Sofa liege und lese oder TV gucke, oder ob ich wirklich schlafe. Darüber hinaus nimmt es sogar unruhige Schlafphasen von mir wahr. Ich schlafe generell sehr unruhig, was mir das Armband anhand der Daten auch bestätigt hat. Seitdem ich mein Schlafzimmer besser abgedunkelt habe und ein neues Bett besitze, hat sich meine Schlafqualität jedoch merklich verbessert.

Beim Charge HR wird die Alarmfunktion als „stiller Alarm“ bezeichnet. Sobald der Alarm losgeht, fängt mein Armband an zu vibrieren. Davon werde ich definitiv wach.

Ich persönlich nutze allerdings doch lieber meinen Handywecker, als mich vom Armband wecken zu lassen. Zu groß ist die Angst, dass der Akku des Armbands doch mal in der Nacht leer ist.

 

Akkulaufzeit

Der Hersteller Fitbit gibt an, dass das Charge HR eine Akkulaufzeit von mindestens 5 Tagen besitzt. Ich besitze mehrere der Fitbit Armbänder und kann sagen, dass jeder Akku bei täglichem Gebrauch tatsächlich ungefähr fünf Tage hält. Bei einem Bekannten entlud sich der Akku bereits nach einem Tag. Nachdem er den Kundendienst kontaktiert hat, wurde sein Armband umgehend gegen ein neues ausgetauscht.

Die Ladedauer des Akkus beträgt ca. eine Stunde. Eine sinnvolle Funktion ist die E-Mail Benachrichtigung von Fitbit, wenn der Akku des Armbands fast entleert ist. Dies ist aber nur ein schwacher Trost dafür, dass man beim Tragen des Armbandes den Akkustand an diesem nicht sehen kann. Man muss schon in die App, um den Akkustand des Armbandes zu sehen. Das Armband selbst vibriert lediglich kurz, wenn der Akku bereits fast entladen ist. Nur beim Laden wird eine voller werdende Batterie angezeigt.

 

Fitbit Charge HR Review: Mein persönliches Fazit

Abschließend stellt sich die Frage, ob ich das Fitbit Charge HR empfehlen würde. Dazu habe ich zunächst aus meiner Sicht die positiven und negativen Aspekte des Armbands aufgelistet:

Vor und Nachteile Fitbit Charge HR review

Insgesamt eignet sich das Armband besonders für Personen, die ein Gefühl dafür bekommen möchten, wie viele Kalorien sie an verschieden aktiven Tagen wirklich verbrauchen. Da unsere Aktivität von vielen Faktoren abhängt, zum Beispiel von

  • der Art des Tages: Wochentag oder Wochenende

  • Art der Arbeit

  • Häufigkeit und Dauer des Trainings

  • den Freizeitaktivitäten

  • uvm.

eignet sich das Armband hervorragend, einen sehr guten Überblick über den persönlichen, tatsächlichen Kalorienverbrauch zu erhalten. Außerdem ist das Armband sehr motivierend, das Leben aktiver zu gestalten. Allein schon deshalb kann ich eine klare Empfehlung aussprechen.

Auch wenn das Charge HR Dir Deine Aktivität und weitere Informationen über Dich aufzeigt und Dir helfen wird, Deine Ziele zu visualisieren: Den Willen, ein dauerhaft aktives Leben zu führen, musst Du selbst entwickeln!

Zudem liegt der aktuelle Preis des Armbands bei ca. 95 €. Und auch das Nachfolgemodell gibt es bereits für ca. 129 €. Aus meiner Sicht ist das Fitbit Charge HR diesen Preis wert, wenn Du das Armband wirklich regelmäßig und umfassend nutzt.

Falls Du Interesse daran hast, Dir ein eigenes Fitbit Charge HR zuzulegen und Deinen Fitnesszustand auf ein neues Level zu bringen, kannst Du das einfach durch Klicken auf den folgenden Link direkt tun.

 
 

 
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(Quellen: Screenshot des Dashboards entstammt der Fitbit Homepage, Screenshots der App stammen aus der Fitbit-App Version 2.19, Bilder des Armbandes sind selbst aufgenommen)


Lukas Unterkötter Profilbild
Veröffentlicht von Lukas Unterkoetter am
Coach bei Quality - Lifestyle Development Consultants

Lukas Unterkötter ist Diplom Sportwissenschaftler und mehrfach zertifizierter Ernährungsberater und Personaltrainer. Neben seiner Arbeit als Food & Fitness Coach ist er zudem Studienrat für Sport und Mathematik. Seine Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Coaching, Ernährungsberatung, Gewichtsmanagement, Sporternährung und Personaltraining.

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