Freunde gewinnen und beliebter werden – Wie Du Deinen sozialen Einfluss erhöhst


Freunde gewinnen und beliebter werden – Wie Du Deinen sozialen Einfluss erhöhst

Beliebte Menschen zeigen viele ähnliche Verhaltensmuster und Eigenschaften, die sich grundsätzlich erlernen lassen. Wie Du sympathischer wirken, beliebter werden und damit neue Freunde gewinnen kannst, erfährst Du in diesem Artikel.

Die hier vorgestellten Techniken orientieren sich an dem Klassiker von Dale Carnegie „Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden“. Dieses Buch ist nicht ohne Grund der Bestseller in vielen Bücherlisten.

Im Sozialleben ist der Vorteil sympathischer Menschen sofort klar. Im Geschäftsleben gilt dies natürlich ebenso.

Denk mal drüber nach. Du willst Karriere machen? Dann brauchst Du Fürsprecher und Unterstützer. Im Allgemeinen also Menschen, die Dir wohlgesonnen sind.

Verschiedene Autoren beziffern das Verhältnis mit unterschiedlichen Zahlen. Einig sind sie sich aber dennoch: Beruflicher Erfolg besteht zu ca. 10 % aus Fachwissen, zu ca. 90 % aus sozialen Fähigkeiten wie dem Umgang mit Kunden, Kollegen, Mitarbeitern, Vorgesetzten etc.

Beliebtheit. Lebensglück. Wohlstand. All dies hat immer mit Menschen und sozialen Beziehungen zu tun. Sympathie erzeugen zu können erfüllt also nicht nur psychologische Grundbedürfnisse wie Gemeinschaft und Anerkennung, sondern hat unmittelbar auch praktischen Nutzen.

Wie erhöhst Du nun Deinen sozialen Einfluss? Was macht beliebt und kommt bei anderen gut an? Im Folgenden erfährst Du es.

 

I) Positive Grundhaltung: Kritisiere, verurteile und jammere nicht

Der Grundpfeiler, beliebt zu werden, ist eine positive Grundhaltung. Menschen, die grundsätzlich mit sich und der Welt zufrieden sind, wirken magnetisch auf andere.

Wie Du Dir eine positive Einstellung aneignen kannst, erfährst Du in unserem Artikel Optimismus lernen – Positiv denken und das Leben genießen.

Neben der positiven Grundhaltung solltest Du jedoch etwas ganz konkretes tun bzw. unterlassen: Kritisiere nicht!

Vor allen den Deutschen sagt man unter anderem nach, diese seien Weltmeister im Jammern. Meckern, jammern, kritisieren, sich beschweren… all das können wir gut.

Wie leicht ist es doch, seine Meinung kundzutun und zu erklären, wie es besser geht? Ganz gleich, ob es um den untalentierten Fußballprofi geht, der mal wieder das Tor nicht getroffen hat. Einen bestimmten Politiker, der inkompetent und sowieso korrupt ist. Ein bestimmtes Unternehmen, das viel zu hohe Preise hat. Und deren Werbung total daneben ist. Oder um Deine Arbeitskollegin, die sich endlich von ihrem narzisstischen Partner trennen sollte.

Wir haben zu allem eine Meinung. Und wissen, wie es besser geht.

Aber mal ganz ehrlich, was haben wir davon?

Beliebter werden und Freunde gewinnen durch Vermeiden von Negativität

 

Der Nutzen von Kritik und Jammerei

Zum einen ist es selbstwerterhöhend, andere zu kritisieren. Indem wir andere runter machen, können wir uns besser fühlen. Es ergibt sich ein unmittelbarer psychologischer Nutzen aus diesem Verhalten.

Zum anderen befreit uns Jammern und Meckern von der Pflicht, etwas zu tun.

Ja, es kann kurzfristig heilsam sein, sich Luft zu verschaffen und ein wenig Druck abzulassen. Und vielleicht führt Dein Gemecker auch ab und an dazu, dass jemand darauf eingeht und sich etwas verändert.

Dafür gibt es jedoch viel konstruktivere Möglichkeiten, die nicht auf Kosten Deiner Wahrnehmung bei anderen Personen gehen. Niemand mag Menschen, die Negativität verbreiten.

Natürlich kannst Du mit dem Status-Quo unzufrieden sein. Dann überleg Dir jedoch ganz konkret und konstruktiv, was Du persönlich tun kannst, um die Situation zu verbessern!

Anstatt Dich beispielsweise bei Deinem Kollegen über den inkompetenten Chef zu beschweren, sammle die Punkte, die Dich stören! Inklusive einiger Vorschläge, wie es Deiner Meinung nach besser funktionieren würde. Und such dann das Gespräch mit Deinem Chef!

So kannst Du die Situation konstruktiv verändern. Und Dein Kollege wird Dich ohne die Negativität, die Du verbreitest, mehr zu schätzen wissen. Allein schon, weil er sich nicht fragen wird, was Du wohl über ihn erzählst, wenn er nicht im Raum ist.

Zieh also ganz bewusst Deine Meinungsflatrate zurück! Ich persönlich beschäftige mich kaum damit, was andere machen und wie sie es besser machen sollten. Sondern arbeite lieber an meinen eigenen Zielen. Wenn ich mit Menschen spreche, dann nicht, um ihnen mit meinen Problemen oder Ansichten ihre Energie zu rauben.

Natürlich bedeutet das nicht, dass ich alles Gut heiße oder ich mir keine Gedanken zu diversen Themen mache. Wenn mich etwas stört, spreche ich es an. Dann aber direkt dort, wo ich auch eine Lösung erwarte. Darüber hinaus gebe ich anderen nur einen Ratschlag, wenn diese mich explizit danach fragen. Und dann wissen sie meine Meinung auch zu schätzen.

Was glaubst Du, was diese Einstellung mit meiner Beliebtheit macht? Abgesehen davon, dass ich keine Negativität verbreite, werde ich als Experte geschätzt.

 

II) Aufrichtige Anerkennung

Fürs Beliebter werden solltest Du Dich lieber darin üben, andere zu loben, anstatt zu kritisieren.

Viele Menschen leben getreu dem Motto „Nicht getadelt ist genug gelobt.“ Mit dem Weglassen von Kritik ist es jedoch noch nicht getan.

Versuche, die guten Seiten anderer Menschen zu entdecken! In der Verhaltens-, Entwicklungs- und Führungspsychologie ist bereits lange erforscht, dass man Menschen viel besser durch Lob und Anerkennung als durch Strafen und Sanktionen motivieren kann.

Wen hast Du lieber: Jemanden, der ständig an Dir herumnörgelt oder jemanden, der immer mal wieder Deine positiven Eigenschaften hervorhebt?

Natürlich darfst Du auch mal Kritik äußern. Kritisches Feedback hat seine Berechtigung. Jedoch nur dosiert und in einem angemessenen Verhältnis zur Anerkennung. Und wenn Du kritisierst, dann mach es auf konstruktive Art und Weise. Wie dies richtig geht, kannst Du im Artikel Bedürfnisse richtig kommunizieren nachlesen.

Mit Anerkennung geben ist jedoch nicht gemeint, dass Du Dich nun bei jedem einschmeicheln sollst! Es gibt einen Unterschied zwischen Schleimerei und netten Worten, die auch als solche wahrgenommen werden: Aufrichtigkeit.

Gib Menschen also ehrliche, aufrichtige und wenn es geht, positive Rückmeldung!

 

III) Die Begierde in anderen wecken

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, […] lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
– Antoine de Saint-Exupéry

 
Es gibt nur einen nachhaltigen Weg, eine Person dazu zu bringen, etwas zu tun: Indem Du sie dazu bringst, es tun zu wollen.

Klar kannst Du beispielsweise Deine Mitarbeiter durch Druck, das Androhen von Sanktionen oder Ähnliches dazu bringen, Dir Gefolgschaft zu leisten. Oder Deine Partnerin oder Dein Partner dazu, Dir einen Gefallen zu tun. Doch die langfristigen Kosten dafür sind sehr hoch, wenn diese Personen nicht auch selbst den Wunsch haben, es zu tun.

Stell Dir beispielsweise mal vor, Du willst, dass Deine Freundin nicht mehr raucht. Ihr wird egal sein, ob Du es willst oder nicht. Und selbst wenn sie aus diversen Gründen Deinem Druck nachgibt, dann, um es Dir recht zu machen.

Mach ihr lieber verständlich, warum Sie es wollen sollte! Zum Beispiel, um gesund zu bleiben. Oder attraktiv zu bleiben. Und sich nicht ihr Hautbild samt sämtlicher Organe zu zerstören. Ihr muss der Nutzen für sich selbst deutlich werden. Nicht der Nutzen für Dich.

Wie Du konkret die Begierde in anderen wecken kannst, erfährst Du in einem der folgenden sechs Tipps für mehr Beliebtheit. Denn aus diesen drei Grundprinzipien leiten sich die folgenden sechs Tipps ab, die dafür sorgen werden, dass andere Menschen Dich mögen und Du sympathischer und damit beliebter wirst:

 

1) Echtes Interesse

Der erste wichtige Tipp für mehr Beliebtheit ist, interessiert zu sein.

Viele versuchen jedoch, interessant statt interessiert zu sein. Die Meisten erzählen von ihren tollen Urlauben, protzen mit ihren Besitztümern oder ihren Kompetenzen. Oder profilieren sich auf andere erdenkliche Art und Weise.

Damit andere Menschen Dich mögen, musst Du nichts Besonderes machen, können oder besitzen. Wenn Du möchtest, dass andere sich für Dich interessieren, dann interessiere Dich für andere!

Sprich über Themen, über die Dein Gegenüber gerne spricht. Anstatt ständig über Deine Lieblingsthemen zu sprechen. Stell Fragen, auf die Dein Gesprächspartner gerne antwortet. Genau wie Du selbst, sprechen auch andere gerne über sich selbst. Gib ihnen Raum dafür!

 

2) Ausstrahlung

Eine gute Ausstrahlung zu bekommen ist gar nicht so schwer, wie viele glauben. Dafür brauchst Du im Prinzip nur die richtige innere Haltung.

Wie weiter oben bereits beschrieben, fühlen sich Menschen von Positivität angezogen. Was grundsätzlich Spaß und Laune bringt, wird wertgeschätzt. Beliebter werden kannst Du also dadurch, indem Du eine positive Aura verbreitest.

Wer ist grundsätzlich beliebter? Der Miesepeter, der alles schlecht redet und grundsätzlich schlecht drauf ist. Oder der, der mit sich im Reinen ist, seine Umwelt akzeptiert und zufrieden ist? Nach wem würdest Du ausschau halten, wenn Du neue Freunde gewinnen möchtest?

Eine positive Ausstrahlung hat also zu einem großen Teil mit der inneren Einstellung zu tun. Jedoch gibt es auch einen simplen Trick, den Du hier bestimmt nicht zum ersten Mal liest: Lächle!

Mit einem einfachen Lächeln wirkst Du automatisch anziehender auf andere Personen. Selbst wenn Du am Telefon lächelst, klingt Deine Stimme freundlicher und sympathischer.

Darüber hinaus lässt ein Lächeln nicht nur die Stimmung des Angelächelten steigen, sondern ebenfalls Deine eigene. Die Hintergründe dazu kannst Du im Artikel über Körpersprache im Abschnitt „Der Einfluss von Körpersprache auf Deinen Geist“ nachlesen.

Es ist so einfach. Alle wissen es. Und kaum einer macht es.

Du weißt, dass ein Lächeln immer wirkt. Es ist eine Botschaft des guten Willens.

Ein Lächeln schlägt sogar niedliche Haustiere:

Beliebter werden durch Lächeln

 

3) Persönliche Ansprache

Menschen mögen ihren eigenen Namen. Und hören diesen gern.

Der eigene Name zu hören erzeugt in uns positive Gefühle. Zahlreiche Studien konnten dies belegen. Das geht sogar soweit, dass viele Autoren den Namen eines Menschen als sein „Lieblingswort“ deklarieren.

Spricht uns jemand an, so freuen wir uns und fühlen uns wichtig.

Warum ist beispielsweise Starbucks so beliebt und kann es sich leisten, enorme Margen für seine Produkte zu realisieren?

Weil sie eine knappe und wertvolle Ressource anbieten? Wohl kaum. Zumindest hier in Köln bekommst Du Kaffee an jeder Ecke.

Starbucks sorgt dafür, dass der Kunde sich wichtig fühlt. „John, Ihr Kaffee ist fertig.“

Und dabei merken sich die Baristas Deinen Namen noch nicht einmal. Sondern schreiben diesen bei Deiner Bestellung direkt auf Deinen Becher. Und dennoch funktioniert es.

Merke Dir die Namen Deiner Gesprächspartner und sprich diese damit an!

 

Namen merken fällt Dir schwer?

„Aber ich kann mir keine Namen merken.“ ist ein häufiger Einwand.

FALSCH! Du machst Dir nicht die Mühe, Dir Namen zu merken. Und zeigst damit geringe Wertschätzung.

Sag Dir direkt, nachdem Du einen Namen gehört hast, diesen einige Male im Geiste vor. Und bringe diesen dann unmittelbar im Gespräch ein, wie beispielsweise „Schön, Dich kennenzulernen, Jasmin.“ Dies verankert einerseits den Namen in Deinem Gedächtnis. Andererseits erzeugt es Sympathie bei Deinem Gegenüber.

Wenn Du weißt, dass Du diesen Menschen wieder treffen wirst, so notier Dir den Namen in einer Liste auf Deinem Handy oder PC. Am besten mit einigen weiteren Notizen, die Dir das Erinnern erleichtern. So wirst Du auch bei weiteren Treffen noch wissen, wie Deine Gesprächspartner heißen.

Durch Nennung des Namens signalisiert Du Wertschätzung. Ganz einfach weil Du Dich mit der Person beschäftigst und Deine Aufmerksamkeit zeigst. Dadurch wirkst Du automatisch sympathischer in den Augen Deines Gesprächspartners.

Seitdem ich „Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden“ vor einigen Jahren das erste Mal gelesen habe, habe ich den darin enthaltenen Tipp, Servicepersonal mit dem Namen anzusprechen, einige Male ausprobiert.

In dem Lebensmitteldiscounter meines Vertrauens beispielsweise spreche ich die Kassierer/innen stets mit dem Namen an, der mir von ihren Namensschildern entgegen springt. „Hallo, Frau Mayer.“

Probier es aus! Abgesehen davon, dass es bei den ersten Malen total witzig ist, die Reaktion zu beobachten (sie sind extrem irritiert, weil es sonst keiner macht und wundern sich, woher Du ihren Namen kennst!), fühlen sich die Mitarbeiter als Menschen wertgeschätzt.

Darüber hinaus sind sie Dir sogar überaus wohlgesonnen. Bei jeder Rabattaktion ziehen die Kassiererinnen und Kassierer von sich aus irgendwelche Rabatt Coupons für mich über den Scanner. Was sie für andere Kunden nicht machen!

So viel Power hat diese simple Form der Wertschätzung.

 

4) Richtig Zuhören

Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, wird mehr und mehr als seltene Kompetenz gehandelt: Das Zuhören.

Wie Du aktiv zuhörst und Standpunkte anerkennst, kannst Du durch Folgen des Links im Detail nachlesen. Jedoch ist das schon Zuhören 2.0.

Richtig Zuhören beginnt neben dem in Punkt 1) beschriebenen echten Interesse schon damit, dem Gesagten überhaupt bis zum Schluss zu folgen. Das ist für viele bereits ein Upgrade.

Viele Gespräche laufen nach den Mustern 1) oder 2) der folgenden Grafik:

Beliebt werden durch richtiges Zuhören

1) Person A spricht. Innerhalb der ersten Sätze legt sich Person B bereits seine Antwort zurecht und wartet nur darauf, bis er dran ist. Mental hat B bereits inmitten des Gesprochenen von A abgeschaltet. A ist mit seiner Ausführung fertig und sofort kann B seins loswerden.

2) Person A spricht. B kann nicht zum Ende abwarten und unterbricht.

Der ultimative Tipp, Dich unbeliebt zu machen ist der Folgende: Warte erst gar nicht, bis Dein Gesprächspartner mit seiner Ausführung fertig ist. Unterbreche sofort! Weil Dein Gesagtes wichtiger ist. Und rede dann ausschließlich über Dich! Ohne überhaupt auf Deinen Gesprächspartner und seine Interessen einzugehen.

Ich finde es immer wieder belustigend, derartigen „Dialogen“ zu lauschen:

A: „Ich war gestern im Kino.“

B: „Ich war schon länger nicht mehr im Kino.“

A: „Habe Fluch der Karibik III gesehen.“

B: „Denn kenne ich noch gar nicht. Mein letzter Film war Spiderman.“

Tatsächlich sprechen diese zwei Menschen nicht miteinander, sondern führen zwei parallele Monologe. Jeder spricht ausschließlich über sich. Und geht überhaupt nicht auf das Gesagte des Gesprächspartners ein.

B könnte zum Beispiel bei seiner ersten Antwort fragen, welchen Film A geschaut hat, ob dieser ihm gefallen hat etc. Anstatt über sich selbst zu reflektieren also darüber nachdenken, was A überhaupt mitteilen möchte.

Jemanden wirklich zuzuhören bedeutet nicht nur, tatsächlich auf den Inhalt und die Perspektive des Sprechenden einzugehen (dazu mehr im nächsten Punkt), sondern auch, bis zum Ende aufmerksam zu bleiben.

Wertschätzendes Gesprächsverhalten würde sich dadurch bemerkbar machen, dass nachdem zu Ende gesprochen wurde, erst einmal eine Pause eingelegt wird, in welcher Du tatsächlich nachdenkst und Deine Antwort zurechtlegst. Ohne Dir bereits währenddessen Gedanken über Deine eigenen Ausführungen zu machen.

Sei also ein guter Zuhörer! Zeig echtes Interesse und hör richtig zu!

Gute Zuhörer sind so selten, dass Du nur durch Beachten dieses Tipps bereits geachtet und begehrt werden würdest.

 

5) Perspektivenwechsel

Ein weiterer guter Tipp, um beliebter zu werden und neue Freunde zu gewinnen, ist auch mal die Perspektive zu wechseln.

Im Klartext, darüber nachzudenken, was die Bedürfnisse, Interessen und Wünsche des anderen sind. Und dann, wie in III) bereits angesprochen, die Begierde zu wecken, um zu einer Win-Win-Situation zu kommen.

Es gibt verschiedene Bedürfnismodelle, an denen Du Dich orientieren kannst, um zu überlegen, was andere Menschen wohl wollen oder brauchen könnten. Klaus Grawe postulierte beispielsweise vier psychologische Grundbedürfnisse, die für Deine Überlegungen hilfreich sein können:

  • Bindungsbedürfnis
  • Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle
  • Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz
  • Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung

 
Diese psychologischen Grundbedürfnisse sind natürlich bei verschiedenen Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt.

Wenn Du es nun schaffst, die Bedürfnisse Deines Gegenübers zu erfüllen, macht Dich das automatisch beliebter in seinen Augen.

 

Ein Beispiel: Gute und schlechte Unternehmen

Wie viele Verkäufer preisen ihre Produkte oder Dienstleistungen an und fangen direkt an, über die Vorteile ihres Unternehmens / ihrer Marke zu monologisieren? Ohne überhaupt verstanden zu haben, was der potenzielle Kunde überhaupt will!?

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Und denke bitte nicht, dass beim Erfüllen der Bedürfnisse anderer, Deine zu kurz kommen müssen. Oder Deine Bedürfnisse nur auf Kosten der Bedürfnisse anderer zu befriedigen sind. Denke „win-win“ a la Stephen Covey ist hier der Schlüssel.

Erklär also nicht ellenlang, was Du willst, sondern denk darüber nach, was die anderen wollen!

Natürlich interessieren Dich Deine eigenen Ziele und Bedürfnisse. Und diese sollst Du auch verfolgen! Nur was haben andere davon?

Wenn Du in zwischenmenschlichen Beziehungen auf dem Schirm hast, worum es anderen Menschen gehen könnte, wirst Du automatisch als sozialer und beliebter wahrgenommen. Und kannst dafür sorgen, dass ihr beide das bekommt, was ihr wollt.

 

6) Beliebter werden und neue Freunde gewinnen durch Selbstwerterhöhung anderer

Ein weiterer Grund, warum Menschen andere mögen, ist, weil diese ihnen gut tun. Denn dies erfüllt das psychologische Grundbedürfnis „Selbstwerterhöhung“.

Ein Grundmotiv vieler Menschen ist der Wunsch, wichtig zu sein oder als wichtig wahrgenommen zu werden. Verhalte Dich derart, dass sie sich wertgeschätzt und wichtig fühlen.

In diesem Tipp laufen aufrichtige Anerkennung, echtes Interesse, persönliche Ansprache und richtiges Zuhören zusammen. Wenn dann auch noch jemand unsere Bedürfnisse versteht und zu erfüllen versucht, fühlen wir uns besonders und wichtig.

Überleg doch mal, in welchen Geschäften Du am liebsten einkaufst! Wenn Du so bist wie die meisten Menschen, dann dort, wo dafür gesorgt wird, dass Du Dich wohlfühlst.

Sorg also dafür, dass Menschen sich in Deiner Umgebung wohlfühlen. Dies sollte automatisch der Fall sein, wenn Du die hier beschriebenen Tipps befolgst 😉

Dann sollte es für Dich ein leichtes sein, sympathisch auf andere zu wirken, neue Freundschaften zu schließen und insgesamt beliebter zu werden.

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Gregor Wojtowicz Profilbild
Veröffentlicht von Gregor Wojtowicz am
Coach bei Quality - Lifestyle Development Consultants

Gregor Wojtowicz ist Master der Wirtschaftspsychologie (M.Sc.) und Diplom Wirtschaftsmathematiker. Er arbeitet als Unternehmensberater und Business-Coach für international tätige Unternehmen sowie als Personal und Life Coach mit Privatpersonen. Seine Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Psychologie, Coaching, Persönlichkeitsentwicklung, Außenwirkung sowie Selbstmarketing.

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